Stauraumhaltung mit Restwasserbewirtschaftung in der Saane führten in den letzten Jahrzehnten zu einer mangelnden Geschiebedynamik und einem -Defizit. Folgen waren unteranderem, eine starke Vegetationsentwicklung, eine weitestgehende Einschränkung der morphologischen Dynamik mit Habitatverlusten sowie eine Verfestigung der Gewässersohle (Kolmatierung). Die seit 2016 ausgelösten künstlichen Hochwasser tragen dazu bei, Geschiebe umzulagern, Habitatwechsel zu initiieren oder Feinmaterial aus der Sohle zu entfernen. Offenen Fragen bestehen allerdings in der optimalen Dimensionierung der Hochwasser, um mit möglichst wenig Verlust in der Energieproduktion eine umfassende Redynamisierung der Aue zu erreichen.